August 17, 2018
Kaffeetasse die unglücklich schaut.

​Unglücklich? 3 Sofort-Tipps die wirklich helfen

Glücklichsein, das ist das Lebensziel der meisten Menschen. Der Weg ​ist das Ziel. Das bedeutet, dass wir alle Anstrengungen im Leben letztendlich nur unternehmen, weil wir glücklich sein wollen.

Doch Glück lässt sich nicht pachten, wir alle haben Phasen, in denen wir mal mehr oder weniger unglücklich sind. Ob unglücklich ohne Grund oder durch einen expliziten Auslöser, dieser Zustand ist nicht besonders angenehm.

Die gute Nachricht ist: Es gibt ein paar Dinge, die du selbst unternehmen kannst, um weniger unglücklich zu sein.

Was bedeutet Glück?

Diese Frage stellt sich die Menschheit schon seit vielen Jahren. Nicht nur Ethik und Philosophie suchen nach Antworten, es gibt sogar eine spezielle Glücksforschung. Die Beantwortung ist so komplex, weil Glück ein subjektives Gefühl ist.

Nur die sogenannten Grundbedürfnisse stellen eine gewisse Überschneidung dar. So sind körperliche Integrität, existenzielle Sicherheit oder Selbstentfaltung für die meisten Menschen wichtige Glücksindikatoren. Auch Liebe, soziale Beziehungen und Anerkennung gehören dazu.

Allerdings ist das Ausmaß dieser Bedürfnisse bei jedem von uns unterschiedlich ausgeprägt. Für den einen spielt die Selbstentfaltung eine größere Rolle als beispielsweise soziale Beziehungen. Umgangssprachlich bezeichnen wir Glück auch als Fortune. Das kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie glückliche Fügung.

Glück entsteht einzig durch die Wahrnehmung der Menschen. 

Es ist kein Zustand, der greifbar ist. Außerdem gibt es verschiedene Glücksschlüssel, die sich zum Zustand des Glücks zusammensetzen. Das sind:

  • Wünsche
  • Werte  
  • Ziele

Diese sind personengebunden und verhelfen uns zu einem zufriedenen Leben.

Welche Arten von Glück gibt es?

Glück ist ein allgemeiner und schwammiger Begriff, den wir für viele Situationen verwenden. Glück gehabt sagen wir, wenn wir einer brenzligen Situation entgangen sind, zum Geburtstag wünschen wir viel Glück ...

Es gibt zwei grundlegende Unterscheidungen beziehungsweise Ebenen von Glück. Das ist zum einen die reine Emotion des Glücklichsein und zum anderen das subjektiv empfundene Lebensglück.

1. Glücklichsein und Glück als Emotion

Das Glücklichsein ist die momentane Freude über etwas. Du fühlst dich infolge einer angenehmen Situation gut, lachst und bist fröhlich. Das kann der Fall sein, wenn du einen ausgelassenen Abend mit deinen Freunden verbringst oder einen lustigen Film siehst.

Doch gute Stimmung und fröhlich sein reichen nicht aus, um von einem erfüllenden und glücklichen Leben zu sprechen.

Der Philosoph Robert Nozick unternahm zur Untermauerung dieser These ein Gedankenexperiment. Er stellte seinen Probanden die Frage, ob sie sich gern an eine Glücksmaschine anschließen würden. Diese spielt ihnen den Zustand des Glücks vor und sorgt dafür, dass sie immer fröhlich sind.

Die Mehrheit der Teilnehmer lehnte dieses (fiktive) Angebot ab. Warum? Weil das nichts mit dem realen Leben zu tun hat, es gehört mehr dazu als permanent gut drauf zu sein. Um Höhen zu erleben, muss es auch Tiefen geben. Es sind die Lebensumstände, die uns glücklich oder unglücklich machen ...

2. Subjektives Lebensglück

Glücklich ist, wer sich für glücklich hält. Wenn Außenstehende behaupten, dass du gar nicht glücklich sein kannst, ist das falsch. Sie wären in deiner Situation vielleicht unglücklich, aber das muss nicht für dich gelten. Glück ist also subjektiv und das Lebensglück bezeichnet, wie zufrieden du mit deinem Leben bist.

Du kannst auch für den Moment glücklich sein, bist aber in deinem Leben eigentlich unglücklich. Dann überwiegen die aktuelle Situation und das positive Gefühl.

Deine drei Sofort-Tipps zum Glücklichsein

Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.  (Albert Schweizer)

Manchmal sind wir glücklich, fühlen uns aber nicht so. Wir sind dann mehr oder weniger unglücklich ohne Grund. Dafür kann es zahlreiche Ursachen geben. Zum Beispiel dein Partner hat dich verlassen und du kommst darüber nicht hinweg. Dann lese hier.

Manchmal ist aber auch so, dass in uns eine falsche Einstellung dem Glück gegenüber wohnt.
Wir erlauben es uns nicht, zufrieden zu sein, weil uns unsere Vorstellungen im Weg stehen. Hier reicht es oftmals schon aus, dass du deine Sichtweise änderst. Wie das funktioniert, verraten dir die folgenden Sofort-Tipps.

Tipp Nummer 1: Nimm dein Glück selbst in die Hand!

Jeder Mensch ist ein Unikat. Auch du hast deine ganz eigenen Bedürfnisse, Einstellungen und Kompetenzen. Was einen anderen glücklich macht, muss nicht deine Erfüllung bedeuten.

Wir alle schielen gerne mal auf das Leben unserer Mitmenschen, von denen wir denken, sie wären zufriedener als wir. Sie fahren das bessere Auto, wohnen im größeren Haus und führen insgesamt ein aufregenderes Leben als wir.

So möchtest du auch leben? Das funktioniert nicht, du kannst nur dein eigenes Leben leben und nicht das eines anderen kopieren. Was deinen Nachbarn oder Freund glücklich macht, muss für dich nicht das Richtige sein. Hast du das erst einmal verinnerlicht, wirst du besser in Erfahrung bringen, was dich glücklich macht.

Der zweite große Irrtum ist, dass wir glauben das Glück sei nur Zufall. Wenn du dich vom Zufall abhängig machst, verfällst du in eine Lethargie. Es bleibt dir nichts anderes übrig, als zu warten, bis sich das Glück die Ehre gibt, bei dir vorbeizuschauen. Mit dieser Einstellung kannst du nicht glücklich werden.

Dein persönliches Lebensglück ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer aktiven Lebensgestaltung. Das Leben ist dir nichts schuldig, leider. Auch mit einer schwierigen Vergangenheit oder Schicksalsschlägen hast du keinen Anspruch auf bedingungsloses Glück. Du selbst musst aktiv werden, um glücklich zu sein.

Es gibt zahlreiche Beispiele von Menschen, die trotz widriger Lebensumstände ein zufriedenes Leben führen. Das Glück ist ihnen allerdings nicht in den Schoß gefallen ...

Tipp Nummer 2: Verabschiede dich vom Perfektionismus!

Unsere heutige Gesellschaft suggeriert uns, dass alles perfekt sein muss: der perfekte Partner und Job, das perfekte Haus ... Von dieser Vorstellung solltest du dich ganz schnell verabschieden.

Fakt ist: Wer immer nur nach Perfektionismus strebt, wird unglücklich werden.


Durch das enorme Ausmaß an Möglichkeiten, die wir heute haben, wollen wir aus allem das Beste herausholen. Wir sind glücklich, wollen aber noch glücklicher sein. Schaffen wir das nicht, sind wir am Ende wieder unglücklich. Ein Teufelskreis. Auf uns lastet ein hoher Optimierungsdruck, der uns ständig antreibt, noch ein Stück besser sein zu wollen.

Um glücklich zu sein, solltest du dir einen Gefallen tun: Steige hier aus! "Ich bin der, der ich bin", lautet das Motto. Nicht, "ich bin der, der ich sein könnte".

Natürlich ist Perfektionismus an sich nichts Schlechtes, er lässt uns zur Hochform auflaufen. Aber gerade aus deinem Privatleben solltest du diesen Druck herausnehmen. Es gibt nicht den Partner, der hundertprozentig perfekt ist.

Ein paar Dinge treten immer auf, über die du hinweg sehen musst. Bist du allerdings mit dir im Reinen, werden dich solche Kleinigkeiten nicht aus der Bahn werfen.

Tipp Nummer 3: Knüpfe dein Glück an keine Bedingungen!

Die berühmten Bedingungssätze, wie:

"Ich kann erst dann glücklich sein, wenn ich zehn Kilogramm abgenommen habe."
"Wenn ich mehr Geld verdiene, dann bin ich garantiert glücklich."
"Ich bin unglücklich, weil ich keinen Partner finde."

​Wir alle verwenden sie hin und wieder. In Bezug auf das Lebensglück haben sie allerdings nichts zu suchen.

Du solltest stets versuchen, das Glück aus sich selbst zu schöpfen. Selbstverständlich ist es ein gutes Ziel, wenn du auf deine Gesundheit achtest und etwas abnehmen möchtest. Aber davon ist dein Glück nicht abhängig. Erlaube dir, auch auf dem Weg der Zielerreichung glückliche Momente einzubauen.

Äußere Einflussfaktoren, wie Geld oder eine Kleidergröße weniger sind nichts, was dich auf Dauer glücklich machen kann. Verabschiede dich also von dem "Wenn-Dann-Irrtum" und beginne sofort mit dem Glücklichsein. Statt nur auf den Moment X hinzuleben, fokussiere dich auf etwas Schönes.

Neben all dem, was schief läuft, wirst du auch täglich schöne Dinge erleben. Selbst wenn das nur Kleinigkeiten sind, wie ein gutes Essen, die scheinende Sonne oder ein nettes Gespräch ... Natürlich wird es auch Dinge geben, die nicht so klappen. Ausschlaggebend, um glücklich zu sein ist, auf welche Ereignisse du deine Aufmerksamkeit richtest.

Eine gute Übung ist das sogenannte Glückstagebuch. Hier schreibst du dir jeden Abend fünf positive Dinge auf, die du erlebt hast. So schließt du den Tag mit einem guten Gefühl ab.

Ich bin so unglücklich - der Weg raus aus der Unzufriedenheit

Unglücklich sein ist leicht, Glücklichsein aber nicht unbedingt schwer. Wir und unsere Ansichten sind immer ein Teil des Problems und damit auch ein Teil der Lösung. Bis zu einem gewissen Grad kannst du dein Glück selbst beeinflussen. Das Unglück ist nicht das, was dir Schlechtes widerfährt, sondern die Tatsache, wie du diese Situation interpretierst.

Nur du alleine entscheidest, wie das Urteil ausfällt. Machst du das Schicksal oder andere Menschen dafür verantwortlich, gibst du dein eigenes Leben aus der Hand. Sehe es als Lebensaufgabe an, dein Glück nicht einzig um eine Situation oder andere Menschen aufzubauen.

Versuche dir weitere Ressourcen zu schaffen und sei von innen heraus glücklich. Betrachte dich als Autor deines Lebens. Du schreibst und entscheidest, was in deinem Buch Platz finden darf.

Gefällt dir die Entwicklung nicht mehr, dann schreibe das Buch um. 

Es ist enorm, was unsere Überzeugungen und Gedanken für einen Einfluss auf unser Handeln haben. Denkst du, dass du in der Falle des Unglücklichsein sitzt, wirst du da nur schwer wieder herausfinden. Erst wenn du bereit bist, dein Glück selbst in die Hand zu nehmen, wirst du zufriedener sein. Alleine das Gefühl des Aktivwerdens tut Wunder.

Du kannst deine Unzufriedenheit auch als Chance begreifen. Sie will dich vor etwas warnen. Ein bestimmter Punkt in deinem Leben scheint nicht so zu laufen, wie du es gern möchtest. Dein inneres Gleichgewicht ist aus der Balance geraten.

Nimm diese Tatsache für den Moment erst einmal an:
"Ich bin unglücklich, aber das ändere ich". So begibst du dich in eine aktive Rolle und arbeitest an deinem Glück. Wären alle immer nur glücklich, würden wir uns kaum weiterentwickeln.

Glücklichsein ist ein Zusammenspiel aus Körper und Geist

Bist du glücklich, wirkt sich das positiv auf deine Mimik und deine Körperhaltung aus. Auch wenn du unglücklich bist, spiegelt sich das in deiner Ausstrahlung wieder. Diesen Zusammenhang kannst du dir auch in umgekehrter Weise zu nutzen machen. Das heißt, du veränderst deine Körperhaltung und kannst damit vielleicht dein Gefühl beeinflussen.

​Menschen, die unglücklich sind verweilen meist in einer geduckten Körperhaltung. Die Schultern fallen nach unten und der Gang ist schleppend und langsam. Auch im Gesicht gibt es Hinweise: Die Mundwinkel sind nach unten gezogen und der Blick geht richtung Boden.

Fällt dir das auch an dir auf, dann versuche einmal bewusst, deine Körperhaltung zu ändern. Hebe deinen Kopf (so bekommst du auch viel mehr von der Welt mit), schaue den Leuten in die Augen, gestikuliere, spanne die Muskeln an und stelle deinen Körper gerade auf. Du wirst merken, wie sich auch dein Gefühl ändern wird.

Um dir die Wirkung dieser Übung zu verdeutlichen, kannst du ein Gegenexperiment starten. Gehe dazu in dieselbe Position, also in die positive Körperhaltung. Nun sprich zu dir selbst: "Ich bin so unglücklich und niedergeschlagen".

Vielleicht merkst du, dass das kaum funktionieren wird. Deine Körperhaltung vermittelt deinem Gehirn, dass du dich gut fühlst, auch wenn du das Gegenteil behauptest. Beim Lächeln ist es dasselbe Prinzip. Stelle dich vor einen Spiegel und lächle dich an. Hier kannst du dich ebenfalls nicht davon überzeugen, dass du gerade unglücklich bist.

Vielleicht kommst du dir dabei sogar etwas albern vor und aus dem Lächeln wird ein Lachen. Natürlich ist diese Übung kein Allheilmittel und auf die Dauer zufrieden macht sie dich auch nicht. Dazu gehört schon etwas mehr, aber sie kann dich für den Moment glücklich machen.

Fazit

Glücklichsein ist ein Lebensprojekt. Auch wenn dieser wünschenswerte Zustand erreicht wird, musst du permanent an deinem Lebensglück arbeiten. Es geht auch gar nicht darum, immer nur gut drauf zu sein. Der Mensch ist so facettenreich und lebt ein breites Spektrum an Emotionen aus.

Vielmehr ist es wichtig, sich ein Fundament der Lebenszufriedenheit zu schaffen. So ziehen dich Situationen, in denen du unglücklich bist, nicht ganz so runter. Im Grunde weißt du dann, dein Leben ist gut, so wie es ist. Zwar fühlt es sich gerade nicht so an, aber das ändert sich auch wieder. Wenn du mehr zum Thema Glück erfahren willst, dann schaue in unsere Ultimative Anleitung.

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