April 11, 2019
Mann hat nervöse Unruhe und schaut über Tischkante

Nervöse Unruhe - Was dagegen tun?

Immer mehr Menschen klagen über permanente Nervosität und nervöse Unruhe. Ständig unter Strom stehen, unausgeglichen sein und sich nicht auf das Wesentliche fokussieren können, sind nur ein paar der Symptome. Wenn die Fähigkeit zur Entspannung fehlt und es einfach nicht möglich ist zur Ruhe zu kommen, stellt das für den Betroffenen eine große Belastung dar. 

Kommt dir das bekannt vor? Dann tut es gut zu wissen, dass es Mittel und Wege gibt, wie du deine nervöse Unruhe selbst und mit Hilfe anderer in den Griff bekommen kannst.

Was ist nervöse Unruhe - Definition und Symptome

Einfach ausgedrückt beschreibt innere Unruhe ein anhaltendes Gefühl der Nervosität. Wir alle sind mal unruhig oder nervös, das ist vollkommen normal. Doch ist das in der Regel kein Dauerzustand, sondern eine vorübergehende Erscheinung.

Diese Erscheinungen können meistens gut mit diesen pflanzlichen Mitteln gegen Angst und innere Unruhe behandelt werden. Außerdem gibt es immer eine genau definierte Ursache, wie das Anstehen einer Prüfung oder eine seelische Belastung. Nervöse Unruhe, die permanent auftritt ist meist ein diffuses Gefühl ohne bestimmte Ursache.

Betroffene haben das Gefühl ständig gehetzt und getrieben zu sein. Auch in eigentlich stressfreien Zeiten können sie nicht abschalten und herunterfahren, sie stehen immer unter Strom. Das Ganze geht mit einem tiefen Gefühl der Unzufriedenheit einher, was mehr als verständlich ist. An eine gesunde Work-Life-Balance und ein ausgeglichenes Leben ist nicht zu denken und das frustriert.

Beschwerden, die mit anhaltender nervöser Unruhe einhergehen sind zum Beispiel:

  • Schlafstörungen
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Aggressivität
  • Herzrasen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • diffuse Angst
  • Reizüberflutung
  • Überempfindlichkeit
  • Appetitlosigkeit oder übermäßiger Appetit


Mit den hier aufgezählten Symptomen kannst du einen Selbsttest durchführen. Stimmen einige der Beschwerden mit deiner Situation überein und treten diese bereits über einen längeren Zeitraum auf, spricht alles für nervöse Unruhe. Vor allem wenn körperliche Probleme wahrnehmbar sind, solltest du nicht zögern und einen Arzt aufsuchen. Mit anhaltenden Appetit- und Schlafschwierigkeiten ist nicht zu spaßen.

Die Ursachen von nervöser Unruhe

Wie schon erwähnt, ist ständige nervöse Unruhe ein Problem. Dennoch lassen sich ein paar mögliche Ursachen für diese Problematik herauskristallisieren. Diese können aus einem anhaltenden Zustand oder aus einem akuten Ereignis resultieren.

Dauerhafter Stress zum Beispiel endet in einer beständigen Nervosität. Genauso kann ein anstehendes schwieriges Ereignis in einen extremen Anspannungszustand münden. Das können zum Beispiel:

  • eine anstehende Prüfung
  • ein herausfordernder Termin im Job
  • ein schwieriges Gespräch im privaten Bereich
  • ein anderes herausforderndes Ereignis sein

In der Regel klingt die nervöse Unruhe mit dem Abschließen der Aufgabe dann wieder ab. Je nachdem wie lange du diese vor dir herschiebst, kann der nervöse Zustand länger oder kürzer anhalten.

Da wir aber alle mehr oder weniger mit schwierigen Situationen in unserem Leben konfrontiert werden, kann die innere Unruhe ständig und immer wieder auftreten. Eine chronische nervöse Unruhe, die sich an keinem akuten Ereignis festmachen lässt, kann psychische oder physische Ursachen haben.

Nervöse Unruhe - Psychische Ursachen:

  • Stress und chronische Überlastung
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • traumatische Erlebnisse / PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) oder
  • Persönlichkeitsstörungen

Nervöse Unruhe - Physische Ursachen:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Wechseljahre (Klimakterium) oder
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Bei chronischer nervöser Unruhe sollten die hier genannten Erkrankungen unbedingt ausgeschlossen werden. Neben den körperlichen und psychischen Ursachen gibt es noch äußere Einflüsse, welche die innere Unruhe verstärken oder auch auslösen können. Das sind zum Beispiel:

  • verschiedene Medikamente (Psychopharmaka, Mittel gegen Asthma oder Parkinson ...)
  • legale und illegale Drogen (Koffein, Teein, LSD ...)
  • Alkohol (zwei der typischsten Symptome bei Alkoholismus sind nervöse Unruhe und Zittern, diese sind meist eine Folge der Entzugserscheinungen ...)

Auch Medikamente oder Drogen, die eigentlich beruhigend wirken, wie diverse Schlafmittel oder Cannabis, können unerwarteter Weise als Kontraindikation, innere Unruhe auslösen.

Was kann man gegen nervöse Unruhe tun?

Zeitlich begrenzte Anspannung mit einem klar definierten Auslöser ist nicht weiter bedenklich. Doch auch hier kann es helfen, mit gezielten Maßnahmen gegenzusteuern. Gerade in Situationen wo Leistungen abverlangt werden, kann Nervosität hemmend wirken. Außerdem zieht sie oftmals einen Rattenschwanz hinter sich her.

Ständige Belastung und Unruhe führen zu Schlaflosigkeit, was dich noch unruhiger und labiler macht. Kommt dann noch Druck von außen dazu, weil du den Erwartungen nicht mehr entsprechen kannst, verstärkt das die Unruhe noch zusätzlich.

Es ist also wichtig, den Teufelskreis beizeiten zu durchbrechen. Dafür werden dir im Folgenden acht verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie du deine nervöse Unruhe reduzieren kannst.

1. Reduziere Stress!

Die häufigste Ursache für permanente innere Anspannung ist Stress. Also solltest du auch genau da ansetzen. Stress reduzieren ist einfacher gesagt als getan, denn oftmals haben wir darauf keinen Einfluss. Gerade wenn es sich um die Stressfaktoren handelt, die das Berufsleben mit sich bringt. Doch irgendwie muss das Problem angegangen werden. Dazu kann es helfen, eine Prioritätenliste aufzustellen.

Was bereitet dir am meisten Bauchschmerzen? Welches Projekt - ob beruflich oder privat - ist das allerwichtigste und kann nicht aufgeschoben werden? Oftmals arbeiten wir einfach an zu vielen Baustellen gleichzeitig und das verursacht Stress. Rücke das wichtigste Projekt in den Fokus und versuche andere, die nicht so essenziell sind abzugeben.

Wenn das nicht möglich ist, suche dir wenigstens Hilfe. Gibt es jemanden, der dich dabei unterstützen kann? Ein Kollege, der Partner oder ein Freund? Die Erkenntnis, dass du Hilfe benötigst ist der erst richtige Schritt.

2. Lege bewusste Entspannungsphasen ein!

Eine wirksame Methode, um Stress abzubauen und innere Anspannung zu lösen ist das Durchführen von gezielten Entspannungsübungen. Dabei hast du die Auswahl aus verschiedenen Techniken. Das sind zum Beispiel:

Auch Meditation, bewusste Atemübungen oder Yoga haben sich im Kampf gegen nervöse Unruhe bewährt. Wichtig ist, dass du die Übungen gut in deinen Alltag integrieren kannst. Anderenfalls verursacht das nur zusätzlichen Stress.

Führe die Entspannungstechniken ruhig auch vor dem Zubettgehen durch. Sie können auch sehr gut bei deinen Schlafstörungen helfen.

Nervöse Unruhe 8 Tipps dagegen

3. Lege regelmäßige Pausen ein!

Körper und Geist benötigen regelmäßige Pausen, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen. Wer immer nur Raubbau an sich betreibt und permanent auf maximaler Belastung arbeitet, wird das früher oder später zu spüren bekommen.

Innere Anspannung ist ein klares Indiz dafür, dass du dich überforderst. Lass deine letzten Tage einmal Revue passieren: Wie oft hast du bewusste Pausen eingelegt? Höchstwahrscheinlich wirst du feststellen, dass dies nicht sehr oft der Fall war. Es geht dabei nicht unbedingt um die Länge der Pausen. Ausschlaggebend ist nur, dass du dir hin und wieder eine Auszeit gönnst.

Dabei reicht auch eine Tasse Kaffee an der frischen Luft oder ein Telefonat mit der Freundin nach Feierabend. Es geht nur darum, kurz für neuen Input zu sorgen und auf andere Gedanken zu kommen.

4. Pflanzliche Mittel gegen nervöse Unruhe!

Wenn gar nichts mehr hilft, kann dir der Arzt verschiedene Medikamente gegen nervöse Unruhe verschreiben. Doch das sollte das letzte Mittel der Wahl sein. Vorher kannst du es mit pflanzlichen Mitteln versuchen.

So gibt es spezielle Tees oder pflanzliche Präparate, die gezielt bei innerer Unruhe zum Einsatz kommen können. Diese enthalten zum Beispiel Johanniskraut, Baldrian, Lavendel oder Passionsblume. Probiere dich hier am besten durch, denn nicht jedes Mittel wirkt bei allen gleich.

Einen Vergleich der besten pflanzlichen Mittel gegen Angst und innere Unruhe findest du hier.

Manche springen auf einen Tee besonders gut an, wieder andere benötigen ein höher konzentriertes Präparat. So zum Beispiel das pflanzliche Mittel Lasea, welches gegen innere Unruhezustände, Angst und daraus resultierende Schlafstörungen wirkt. Das Präparat basiert auf einem Arzneilavendelöl.

Hier ist das pflanzliche Arzneimittel Lasea(R) rezeptfrei erhältlich. Wichtig ist an dieser Stelle aber zu erwähnen, dass derartige Mittel einen Arztbesuch nicht ersetzen können. Bei chronischer nervöser Unruhe, sollten zunächst physische und psychische Ursachen ausgeschlossen werden. 

5. Vertraue dich anderen Menschen an!

Viele sind mit ihrer inneren Unruhe allein und behalten sie für sich. Manche schämen sich sogar - doch dafür gibt es keinen Grund. Ohnehin ist es schwer, sie vor anderen zu verbergen. Meist ist sie sehr offensichtlich und lässt sich in der Gegenwart von anderen nicht einfach abstellen.

Das solltest du auch nicht versuchen, denn das stresst dich noch zusätzlich. Vertraue dich anderen an und spreche darüber, was dich belastet. Allein das kann schon helfen, dass du innerlich ruhiger wirst.

6. Bewege dich regelmäßig! 

Nervöse Unruhe kann auch ein Resultat aus ungenügender Bewegung sein. Wer seinem Bewegungsdrang nicht auslebt, wird nervös und umgangssprachlich ausgedrückt hibbelig. Vor allem Menschen, die auf Arbeit vorwiegend einer sitzenden Tätigkeit nachgehen, bewegen sich nicht ausreichend.

Fehlt auch dir ein körperlicher Ausgleich? Dann kann es sein, dass du deshalb nervös bist. Versuche dich regelmäßig zu bewegen. Das powert dich aus und lässt dich abends besser zur Ruhe kommen. Du kannst nach der Arbeit einen Spaziergang machen oder eine Runde joggen gehen.

Wenn du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährst, kannst du auf dem Hin- und Rückweg eine oder zwei Stationen eher aussteigen und diese zu Fuß gehen. Das Fahrrad ist auch immer eine gute Option.

7. Nutze die Magie der Musik! 

Musik kann sich unmittelbar auf deinen inneren Zustand auswirken. Sie kann dich aufkratzen, dich aber auch beruhigen. Für das Problem der inneren Unruhe ist natürlich Letzteres relevant.

Du kannst dir spezielle Entspannungsmusik anhören wie diese hier, oder dir selbst eine Entspannungs-Playlist zusammenstellen. Wichtig sind helle Klänge, ruhige Rhythmen und zarte Töne. Es ist sogar erwiesen, dass beruhigende Musik den Blutdruck senken kann und die Herzfrequenz verlangsamt.

Du wirst dich dadurch insgesamt ruhiger und gelassener fühlen. Das hebt deine Laune auf einen positiven Level und reduziert Stress. Probiere es auch mit Musik zum Einschlafen, sie lenkt dich von deiner psychischen Belastung ab.

8. Lege deinen Perfektionismus ab! 

Menschen mit einem übertriebenen perfektionistischen Anspruch an sich selbst, sind meist von innerer Unruhe betroffen. Das ist auch kein Wunder, denn ihr Perfektionismus lässt sie rastlos sein. Es gibt immer die Möglichkeit, es noch besser und perfekter zu machen. Doch was ist der Preis?

Das man es nie mal gut sein lassen kann. Hast du auf der Arbeit dein Bestes gegeben, kannst du ruhigen Gewissens in denn wohl verdienten Feierabend starten. Es gibt keinen Grund, dass du gedanklich dort bleibst. Wenn du zuhause bist, sei zuhause. Bist du auf Arbeit, sei auf Arbeit.

Perfektionisten können nach Feierabend nicht abschalten, weil sie kein Vertrauen in ihre eigene Arbeit haben. Sie haben Angst, dass etwas vergessen wurde oder nicht gut genug erledigt ist. Das führt auf Dauer zu ständiger Anspannung und Nervosität.

Versuche mit einer abgeschlossenen Aufgabe auch wirklich abzuschließen und ihr nicht noch ewig nachzuhängen. Setzt dir selbst ein Limit, wann etwas als gut erledigt gilt und belasse es dann dabei. Hilfestellung zum Ablegen von Perfektionismus findest du in diesem Buch.

Nervöse Unruhe - Fazit

Zunächst einmal tut es gut zu wissen, dass du mit deinem Problem nicht alleine bist. Nervöse Unruhe betrifft sehr viele Menschen. Außerdem hast du immer die Möglichkeit, dich mit deinen Sorgen an einen Arzt oder Psychologen zu wenden.

Das Wichtigste ist, dass du die Ursache für deine Unruhezustände ausfindig machst. Nur so kannst du gezielt an einer Lösung arbeiten. Nervöse Unruhe selbst ist nie die Ursache, sondern immer nur ein Symptom. Die hier genannten Tipps & Stimmungsaufheller dienen der Selbsthilfe, können deine Unruhe aber nicht im Kern besiegen.

Sie verschaffen kurz- oder auch langfristige Linderung, sind aber keine Heilungsmaßnahmen. Hast du die Ursache herausgefunden, kommt der schwierigste Teil. Du musst etwas dagegen tun. Das ist leichter gesagt als getan, denn meist bringt das einige Konsequenzen mit sich.

Vielleicht musst du deinen kompletten Lebensstil ändern, dich in therapeutische Hilfe begeben oder an deiner Denkweise arbeiten. Was es auch ist - es lohnt sich diesen Schritt zu gehen. Ständige Unruhe macht auf Dauer krank und du büßt durch sie einiges an Lebensqualität ein. Hast du es einmal geschafft, dich deinem Problem zu stellen, wirst du reich belohnt. Endlich wieder entspannen und zur Ruhe kommen, abends gut einschlafen können und ein Gefühl von Ausgeglichenheit spüren.

Das mag für die meisten selbstverständlich klingen. Doch für den, der lange darauf verzichten musste, ist das ein absoluter Segen ...

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